[Rezension] Teufelsgold - Andreas Eschbach

Teufelsgold - Andreas Eschbach

Reihe: Einzelband
Verlag: Bastei Lübbe
Preis: 22,90€ D Hardcover
Erscheinungstermin:09.09.2016
Seitenanzahl: 511

Auf der Jagd nach dem Stein der Weisen – Wer sind die Alchemisten unserer heutigen Zeit?
Nach dem Ende der Kreuzzüge taucht er das erste mal auf: der Stein der Weisen, mit dem man Gold machen kann – gefährliches Gold, radioaktives Gold nämlich. Der Stein erscheint, als ein Alchemist Gott verflucht, und er zieht eine Spur der Verwüstung durch Europa. Die Deutschordensritter erklären es zu ihrer geheimen neuen Aufgabe, ihn zu finden und sicher zu verwahren. Für alle Ewigkeit.
Doch in unserer Zeit kommen zwei Brüder, die unterschiedlicher kaum sein könnten, dem wahren Geheimnis des Steins auf die Spur: Er ist ein Schlüssel – ein Schlüssel, der unser aller Leben zum Guten hin verändern könnte.
Oder öffnet er die Pforten der Hölle?
(Quelle: www.luebbe.de)

Andreas Eschbach, geboren am 15.09.1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr.
Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Von 1993 bis 1996 war er geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma.
Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung "für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs" schrieb er seinen ersten Roman "Die Haarteppichknüpfer", der 1995 erschien und für den er 1996 den "Literaturpreis des Science-Fiction-Clubs Deutschland" erhielt. Bekannt wurde er vor allem durch den Thriller "Das Jesus-Video" (1998), der im Jahr 1999 drei literarische Preise gewann und zum Taschenbuchbestseller wurde. ProSieben verfilmte den Roman, der erstmals im Dezember 2002 ausgestrahlt wurde und Rekordeinschaltquoten bescherte. Mit "Eine Billion Dollar", "Der Nobelpreis" und zuletzt "Ausgebrannt" stieg er endgültig in die Riege der deutschen Top-Thriller-Autoren auf.
Nach über 25 Jahren in Stuttgart lebt Andreas Eschbach mit seiner Familie jetzt seit 2003 als freier Schriftsteller in der Bretagne.
 
 

Das Cover des Buches ist sehr schlicht und sagt dennoch schon sehr viel über das Buch aus. Der Titel ist passend in Gold gehalten und das Quecksilber umrahmt den Titel so ein bisschen. Mir gefällt es richtig gut.

Der Schreibstil lässt sich flüssig lesen und ist auch den verschiedenen Situationen angepasst. Das Buch beinhaltet selbstgeschriebene historische Texte, die sich richtig altertümlich lesen und man das Gefühl bekommt, sie stammen wirklich aus der Zeit. Das ist wirklich richtig gut gelungen! Die Perspektive ist ein allwissender Erzähler der meist Hendrik auf Schritt und Tritt folgt. Nur manchmal werden Sequenzen eingesetzten in denen es um andere Personen geht, um das Ganze noch spannender zu machen und den Leser zu Verschwörungstheorien leitet.

Die Charaktere sind sehr komplex und voller Fehler, also richtig Menschen. Man hat nicht das Gefühl, man bekommt einen perfekten Helden, der immer das richtige macht. Sondern Menschen die Fehler machen, danach streben perfekt zu sein und dennoch auf ihrem Weg scheitern können. Ich möchte hier in meiner Rezension nur auf die beiden Brüder Hendrik und Adalbert eingehen, da ich denke, dass sie ganz gut die zwei verschiedenen extreme darstellen. Hendrik ist der typische Mittelständler. Er hat eine Frau, einen Job und eine Wohnung, eigentlich fehlt ihm zu seinem Glück nur noch ein Kind. Jedoch gibt er sich, wie die meisten Menschen, nicht zufrieden, sondern strebt nach mehr – mehr Reichtum, mehr Geld, mehr Ruhm. Auf seinem Weg zu Perfektion scheint er sich selbst zu vergessen. Er stiehlt, betrügt und geht über die sprichwörtlichen Leichen, ohne an die Konsequenzen zu denken. Adalbert ist das Genie. Er arbeitet beim Cern und scheint auf den ersten Blick, der Glücklichere der beiden Brüder zu sein. Wenn man jedoch auf den Menschen Adalbert blickt, merkt man, dass er eigentlich nie glücklich werden kann. Er versucht seinen Körper und sich immer effizient zu halten, das Beste aus sich herauszuholen und er wünscht sich ewiges Leben.


Dieser Frage beschreibt eigentlich am besten das ganze Buch. Denn obwohl es vordergründig um die Suche nach dem Stein der Weisen geht, versuchen die Charaktere in dem Buch ihren Weg zu Leben zu finden. Sie streben alle nach dem perfekten Leben – nur was ist das perfekte Leben? Ich denke, dass muss jeder für sich entscheiden. Die Suche nach dem Stein der Weisen gestaltet sich als spannender Thriller, obwohl ich hier an manchen Ecken ein paar Thrill – Momente vermisste habe. Dennoch baut sich die Spannungskurve immer weiter auf bis es zu einem gelungenen Abschluss kommt. Auch die Geschichte um den Stein ist sehr gut mit eingebaut und die historischen Texte haben mir richtig gut gefallen.



Ein spannder Thriller á la Eschbach. Wer schon immer mehr über den Stein der Weisen erfahren wollte, sollte unbedingt hier zugreifen. 

Vielen Dank an Bastei Lübbe und die Lesejury für das Rezensionsexemplar! Wenn ihr noch mehr über das erfahren oder es euch kaufen wollt, dann schaut doch mal *Hier* vorbei.  


Kommentare:

  1. Hallöchen Jenny,

    eine schöne Rezension ♥
    Ich selbst habe ja noch nie etwas von Eschbach gelesen, möchte das aber irgendwann noch machen :D
    Ich hatte überlegt, ob ich mich für Teufelsgold auf Blogdeinbuch bewerben soll, aber irgendwie sagt der Klappentext mir nicht so zu.

    Liebe Grüße
    Charleen

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  2. Hey!
    Wieder mal eine ganz tolle Rezi! Das Buch hört sich echt gut an! <3
    LG Becci

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