[Rezension] Ein Surfer zum Verlieben - Violet Truelove

Ein Surfer zum Verlieben - Violet Truelove


Reihe: 1. Ein Surfer zum Verlieben | 2. Ein Surfer fürs Leben
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Preis: 3,99 € D Ebook
Seitenanzahl:408



Der erste Roman der erfolgsverwöhnten Bestsellerautorin Lindsay Lovejoy handelte von dem hartgesottenen Profisurfer Palmer Warden. In Erklärungsnot gerät die Autorin, als die Vorlage für diese Romanfigur, der Surfstar Warden Palmer, in ihr Leben tritt. Kann der Bad Boy dem Traumtypen aus ihren Romanen das Wasser reichen? Oder muss Lindsay erkennen, dass sie all die Jahre für ein Produkt ihrer Fantasie geschwärmt hat?
(Quelle: www.truelovejoy.de)



Viola Plötz, Jahrgang 1979, studierte Kommunikationsdesign und machte sich nach ihrem Abschluss als Hochzeitsfotografin und Designerin selbstständig.
Im Jahr 2014 ereilte sie eine Midlife-Crisis und sie beschloss, endlich ihren langersehnten Lebenstraum vom eigenen Roman zu verwirklichen. Im Dezember 2014 veröffentlichte sie unter dem Pseudonym Violet Truelove über neobooks ihren Roman »Ein Surfer zum Verlieben«, der es auf die Shortlist für den Indie Autor Preis schaffte. Kurze Zeit später wurde sie durch ihren erfolgreichen Debütroman entdeckt und unterzeichnete einen Autoren-Vertrag für ihre New Adult Reihe »Waves of Love«, die sie als Ava Innings schreibt, bei feelings (Droemer Knaur).
Die Autorin lebt zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in einem Mehrgenerationenhaus im Taunus, also viel zu weit vom Meer, welches sie so liebt und das ihre Geschichten prägt, entfernt.
Doch nicht nur für das Wellenreiten kann sie sich begeistern, sondern auch für Yoga, die Fotografie und das Lesen.





Das Cover passt meiner Meinung nach perfekt zur Geschichte, man denkt sofort an Sommer, Sonne, Palmen und Liebe. Es macht sofort gute Laune und ist auch farblich ein absoluter Hingucker.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und passend zur Geschichte. Wenn man sich mit Surfen aber nicht so auskennt, muss man in einigen Situationen viel nachschlagen, um auch den tieferen Sinn zu verstehen. Es ist zwar authentisch, reißt einen aber so manchmal aus dem Lesefluss. Die Perspektive wechselt immer mal zwischen den Charakteren der Geschichte hin und her, also nicht nur die Hauptcharaktere, sondern auch mal die Nebencharaktere kommen zu Wort. Es war zwar jetzt nicht zu häufig, aber hätte meiner Meinung nach auch nicht unbedingt sein müssen.

Die Charaktere sind sehr gut gelungen. Die Nebencharaktere sind sehr gut gewählt und unterstützen die Geschichte und die Charaktere. Sie sind alle auf ihre Art sympathisch und individuell. Mit Lindsay habe ich zwischendurch immer so meine Schwierigkeiten gehabt, auch wenn sie eigentlich durchweg ein sympathischer Typ ist. Sie hat Humor und ist eine Kämpfernatur, das Leben hat ihr viele Steine in den Weg gelegt, die sie beiseitegeschoben hat und sie gestärkt haben. Jedoch ist sie dadurch ein Mensch geworden, der sehr einsam ist und nur noch wenigen vertraut. Warden hingegen wirkt erst, wie der personifizierte Bad Boy, welcher er eigentlich nicht ist. Was dem Leser auch sehr schnell klar wird. Auch er fühlt sich einsam und versucht es allen recht zu machen. Er strebt danach geliebt und akzeptiert zu werden.

Die Story ist eine seichte Liebesgeschichte, die mich irgendwie nicht 100% mitnehmen konnte. Vielleicht liegt das daran, dass sich Lindsay sehr trocken darüber auslässt, dass es in Liebesgeschichten immer nach Schema F geht und dann verläuft auch diese Geschichte nach Schema F. Als Leser darauf hingewiesen zu werden, hat mich wohl irgendwie aus dem Fluss genommen und ich konnte die Geschichte nicht richtig genießen. Gerade der Epilog war mir dann irgendwie einfach zu viel des Guten. Vielleicht habe ich auch einfach in letzter Zeit zu viele Bücher mit so viel Glück am Ende gelesen und es liegt einfach nur an mir. Das Umfeld und die Umgebung gefielen mir jedoch richtig gut. Die ganze Surfergeschichte fand ich sehr interessant und passend für eine leichte Sommerlektüre.

Eine leichte Liebesgeschichte um den Surfer Warden und die Autorin Lindsay. Bei mir ist der Funke leider nicht richtig übergesprungen, aber eine angenehme Sommerlektüre ist es allemal.




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