[Rezension] Sieben Tage pures Leben - Marie Lu Pera

Sieben Tage pures Leben - Marie Lu Pera



Was erwartet euch?

Stell dir vor, du hast exakt sieben Tage Zeit, dir all deine Wünsche zu erfüllen. Was würdest du tun? Genau sieben Tage hat sich Lilly Zeit gegeben, um sich alle Punkte auf ihrer Wunschliste zu erfüllen. Worauf warten, wenn das Leben doch sprichwörtlich viel zu kurz ist. Es gibt da nur ein Problem: Sie ist siebzehn und auf ihrer Liste stehen Dinge, die ihre Volljährigkeit erfordern. Dazu braucht sie die Unterschrift ihres Vaters, der nun in England lebt und den sie seit zehn Jahren nicht mehr gesehen hat. Kurzerhand stattet sie ihm einen Überraschungsbesuch ab, der total nach hinten losgeht. Ihr Vater hat eine neue Familie, von der Lilly nichts wusste. Zu dumm nur, dass sie auch nichts von ihr wussten. Dementsprechend „liebevoll“ wird sie von einzelnen Familienmitgliedern aufgenommen. Noch dazu hat ihr Vater absolut nicht vor, die Papiere zu unterzeichnen – schon gar nicht für seine, bis jetzt verschwiegene, Tochter, die die Schule abgebrochen hat. Er will sie lieber heute als morgen ins Flugzeug stecken und zu ihrer Mutter zurückschicken. Um ihn doch noch zum Unterschreiben zu bringen, stellt sie das Leben seiner Familie ganz schön auf den Kopf. Doch was hat es tatsächlich mit der Liste auf sich? Ändert der süße Henry etwas an ihrem Plan? Reichen ihr die sieben Tage oder rinnt ihr die Zeit wie Sand durch die Finger?


Meine Meinung


Fangen wir mit dem Cover an. Ich liebe es. Die Frau auf dem Cover sieht befreit und glücklich aus. Die Farben harmonieren total gut miteinander und geben ein in sich stimmiges Bild.

Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig und ich konnte das Buch in 2 Stunden durchlesen. Es hat ca. 132 Seiten, aber es kommt einem nicht zu kurz vor, denn so lang sind ja auch nicht sieben Tage. Das Buch ist aus der Perspektive von Lilly geschrieben, erst ganz am Ende gibt es einen Perspektivwechsel, aber wer es ist verrate ich euch nicht.

Zu Beginn wird man in die Geschichte hineingeworfen und erlebt mit Lilly ihre sieben Tage. Lilly ist mir von Anfang an total sympathisch – lieb, offen und lebenslustig. Sie harkt ihre Wunschliste ab, jedoch erfährt man nur von ihr was sie gerade fühlt. Von ihrer Vergangenheit oder ihrem vorherigen Leben erfährt man nichts. Sie trifft nach langer Zeit auf ihren Vater und seiner neuen Familie. Drei ihrer vier Stiefbrüder nehmen sie freundlich auf, während der Rest eher skeptisch und unfreundlich zu ihr ist. Die Kapitel und Tage rasen an einem vorbei und ich war manchmal etwas überrumpelt. An manchen Tagen hätte ich es mir doch lieber etwas ausführlicher gewünscht. Auch die Stiefbrüder haben mir sehr gut gefallen, weil jeder seine andere Art hatte. Über den Vater habe ich mich die ganze Zeit nur aufgeregt, der war mir von Anfang an unsympathisch. Das Ende konnte man auch vorausahnen, dennoch ist es hier wunderschön und total emotional geschrieben. Mir rollte schon die ein oder andere Träne hinunter. Ein kleiner Kritikpunkt auch hier. Ich hätte den letzten Abschnitt gerne aus Henrys Sicht gehabt, denn ich weiß nicht, das wäre vielleicht noch ein Tick emotionaler gewesen.

Allem in allem ist es ein tolles Buch, dass man bei Frisör oder am Strand, aber auch Zuhause gut lesen kann. Und man lernt daraus nicht alle Leute vorschnell zu beurteilen.

Fazit

Eine tolle Geschichte, die berührt und einen an die kleinen Freuden des Lebens denken lässt. Ich kann sie euch nur empfehlen.


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