[Rezension] Der goldene Sohn - Shilpi Somaya Gowda

Der goldene Sohn - Shilpi Somaya Gowda

 

Was erwartet euch?

Während seine Jugendliebe Leena ganz nach indischer Tradition früh heiratet, bricht Anil aus seinen indischen Wurzel aus und beginnt eine Arztkarriere in den USA. Beide stammen aus einem Dorf, jedoch können ihre Lebenswege nicht unterschiedlicher sein. Während Anil gegen Rassismus kämpft, überlebt Leena nur knapp ihre Ehe. Ein paar Jahre später treffen sich die beiden in Indien wieder, doch ist in Zwischenzeit zu viel passiert, als das ihre Liebe wieder aufblühen kann.


Meine Meinung

In diesem Buch hab ich wieder gelernt nicht vorschnell andere zu Verurteilen. Es gab einige Situationen bei denen ich erst dachte, wie konnte er nur und dann als ich weitergelesen hab, habe ich gedacht ohjeee wie konnte ich nur so fies denken.

Bei diesem Buch darf man sich nicht zu sehr vom Cover und vom Klappentext leiten lassen, denn es ist beides etwas irreführend. Ich habe mir etwas ganz anderes unter dem Buch vorgestellt, als das was hier geboten wurde. Es ist nicht schlechter, nur halt anders.

Total begeistert war ich von dem Einblick in die indische Kultur. Ich hab so viel kennengelernt. Die Schiedsveranstaltungen waren für mich ein echtes Highlight. Ich hab mich immer wieder gefragt, warum man sich über solche Sachen streitet, aber ich hier Westen geht man ja auch wegen jeder Kleinigkeit vor Gericht. Es ist super, dass die Dorfbewohner es versuchen unter sich auszumachen.

Kommen wir nun zu den zwei Hauptcharakteren, während mir Anil immer unsympatisch blieb, war Leena mein absoluter Liebling. Anil ist mir zu Ich - bezogen und auch irgendwie falsch. Er erwartet von anderen Leuten etwas, während er selber nicht bereit ist, das gleich auch zu geben. Er ist als Charakter doch sehr interessant und strebsam, aber als Person würde ich nicht gerne mit ihm befreundet sein. Leena ist sehr stark und sehr an der Tradition behaftet. Sie sucht die ganze Zeit bei sich selber den Fehler, jedoch ist ihr Ehemann einfach gewaltätig. Ich war so glücklich als sie fliehen konnte und war stolz, weil sie ihr Leben alleine wieder unter Kontrolle bekommen hat.

Jedoch war ich sehr vom Ende enttäuscht. Es passte sehr gut zu den Charakteren, jedoch war die Ausführung etwas zu einfach. Es wirkt ein bißchen als hätte es sich die Autorin zu einfach gemacht, indem sie sich das leichteste Ende ausgesucht hat, um noch ein bißchen Happy End daraus entstehen zu lassen.

Fazit

Zu Beginn war ich sehr begeistert von dem Buch, jedoch gegen Ende ist es mir dann doch ein bißchen fad und einfach geworden. Trotzallem kann ich das Buch empfehlen, wer gerne was über die indische Kultur lernen möchte und auch die Aussage des Buches ist doch sehr gelungen. Jeder macht mal Fehler und verurteile nicht vorschnell.


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